Die großen Namen der französischen Literatur

Die französische Sprache hatte nie bessere Botschafter als ihre Schriftsteller. Ob Romanciers oder Philosophen, Romantiker oder Humanisten, die großen Namen der französischen Literatur haben durch ihre schönen Worte die Zeiten überdauert.
16. Jahrhundert

François Rabelais (1494-1553)
ist Symbolfigur der Renaissance und einer der bekanntesten Humanisten. Mit den burlesken Geschichten seiner beiden Riesen Gargantua und Pantagruel strebt er nach einer philosophischen Erneuerung, einer Erhöhung des Menschen, in der idealistischen Einstellung seiner Zeit.

Anekdotisches - In Frankreich bedeutet der Ausdruck "die Viertelstunde von Rabelais", dass es Zeit ist zu zahlen. Dieses Bild kommt von einer witzigen Begebenheit im wahren Leben des Schriftstellers : Als er eines Tages völlig mittellos von Lyon nach Paris fahren will, lässt er einige Säcke Zucker offen zurück, auf die er schreibt : « Gift für den König ». Er wird aufgegriffen und von der königlichen Garde nach Paris gebracht. So reist er völlig kostenlos. König Franz I. soll darüber so herzhaft gelacht haben, dass er die Rechnung gerne beglich.

Lesetipps - "Les horribles et épouvantables faits et prouesses du très renommé Pantagruel" (1532) "La vie très horrifique du grand Gargantua, père de Pantagruel" (1534).

17. Jahrhundert

Molière (etwa 1622-1673)
hieß mit bürgerlichem Namen Jean-Baptiste Poquelin. Er ist der Mann, der das französische Theater für immer geprägt hat. Er war Autor und Schauspieler in einem und wird immer der Übervater der französischen Komödie bleiben. Auch nach fünf Jahrhunderten sind seine Stücke die meistgespielten.

Anekdotisches – Molière soll auf offener Bühne gestorben sein, als er gerade den eingebildeten Kranken spielte. In Wirklichkeit ist er aber einige Stunden nach der Aufführung bei sich zu Hause gestorben.

Lesetipps - L'école des femmes (1662), Le médecin malgré lui (1666) , L'avare (1668), Le bourgeois gentilhomme (1670), Le malade imaginaire (1673)

La Fontaine (1621-1695)
Jean de la Fontaine hat mit seinen Fabeln die Geschichte Frankreichs geprägt. Sie handeln von sprechenden Tieren und wurden zu allen Zeiten den Kindern vorgelesen und erklärt. Diese Fabeln lösen ein vertieftes Nachdenken über die menschliche Natur und Moral aus.

Anekdotisches - "Das Recht des Stärkeren ist immer das beste" "Rennen nützt nichts ; man muss pünktlich losgehen" Hilf dir selbst,der Himmel wird folgen" um nur einige Bonmots La Fontaines zu erwähnen.

Lesetipps - Fables (1668, 1678, 1693)

Pierre Corneille (1606-1684)
war Dramenautor von unvorstellbarer Schaffenskraft, der auch Romane schrieb. Als typischer Vertreter seiner Epoche betont er die Großartigkeit des Menschen.

Anekdotisches : Ohne es zu wollen, hat Corneille ein neues Adjektiv geschaffen : "cornélien". Bezugnehmend auf Corneilles literarisches Schaffen drückt es literarische Kraft und Dichte aus.

Lesetipps - Le Cid (1636), Cinna (1641), Polyeucte et Horace (1642).

18. Jahrhundert

Montesquieu (1689-1755)
Der Denker und Philosoph wird von vielen als Vater des liberalen Denkens betrachtet. Montesquieus Werke waren seiner Zeit weit voraus : hier finden sich bereits Ideen wie die Gewaltenteilung, die laut ihm Grundlage einer jeden Demokratie ist. Sein Hauptwerk. "De l'esprit des lois" hat die französische und europäische Verfassungsentwicklung entscheidend beeinflusst.

Anekdotisches - Obwohl Montesquieu als Sohn eines Barons aus guten Verhältnissen kam, verlor er nie die sozialen Realitäten seiner Zeit aus dem Blick. Vielleicht lag das auch daran, dass seine Eltern für ihn einen Bettler als Paten ausgewählt hatten. Später schrieb Montesquieu, dass « man kein allzu großes Genie zu sein braucht, um große Dinge zu vollbringen : man muss nicht über den Menschen stehen, man muss bei ihnen stehen.» 

Lesenswert - Lettres persanes (1721) De l'esprit des lois (1748).

Das Jahrhundert der Aufklärung ist zu reich an Literatur, um sich nur flüchtig mit einigen zu beschäftigen. Es ist das Jahrhundert, das zu den Revolutionen in Frankreich und Amerika führte und steht für ein neues Denken in Philosophie und Politik.

Voltaire (1694-1778)
steht für die Innovationskraft des Jahrhunderts. Er war Philosoph, Schriftsteller und Dichter, dem viel Ruhm zuteil wurde, aber auch Gefängnis und Exil. Er war Freigeist, Liberaler und durch und durch Demokrat. Sein Werk umfasst etwa 50 Bücher.

Anekdotisches - Wenn Voltaire folgenden Satz nicht wirklich gesagt haben sollte, so wäre er doch gut erfunden: "ich bin nicht einverstanden mit dem was Sie sagen, aber ich werde bis zum Tod dafür kämpfen, dass Sie das Recht haben, es zu sagen "

Lesenswert - Candide ou l'Optimisme (1759)

19. Jahrhundert

Victor Hugo (1802-1885)
Er gilt als der größte Schriftsteller der französischen Romantik und schuf einige der schönsten Werke der französischen Literatur. Als Romanautor, Geschichtsschreiber, aber auch Politiker und Forscher ruht Hugo im Panthéon, der letzten Ruhestätte großer Persönlichkeiten.

Lesenswert - Dernier Jour d'un condamné (1829) Notre-Dame de Paris (1831) Les misérables (1862), Quatre-vingt-treize (1874).

20. Jahrhundert

Jean-Paul Sartre (1905-1980)
ist der berühmteste Philosoph und Schriftsteller der Denkschule, die "Existentialismus" genannt wird. Sartre hinterläßt ein Riesenwerk und gilt heute als Prototyp des engagierten Intellektuellen, vor allem durch seine Beteiligung am französischen Widerstand ab 1941.

Anekdotisches - 1964 lehnte Sartre den Literatur-Nobelpreis ab. Seiner Meinung nach verdient es kein Mensch, zu Lebzeiten vergöttert zu werden.».

Lesenswert - La Nausée (1938) L'existentialisme est un humanisme (1945) Le Diable et le Bon Dieu (1951)

Albert Camus (1913-1960)
zeichnet sich unter den Genies der französischen Literatur durch seinen auffälligen Humanismus aus. Der Philosoph und Schriftsteller lehnte Kommunismus und Religion gleichermaßen ab und verfocht unermüdlich seine Sicht auf den Menschen.

Lesenswert - L'étranger (1942), Caligula (1944), La Peste (1947).

Berichte von Kursteilnehmern

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Pavel (Russland)
"Ich habe an der Regency Schule die besten Erfahrungen gemacht, weil die Lehrer sehr professionell waren. Ich möchte ihnen allen danken."
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